Schuld und Versöhnung – Christen und Juden

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Schuld und Versöhnung – Christen und Juden
Wann:
28. September 2018 um 18:30 – 30. September 2018 um 14:00
2018-09-28T18:30:00+02:00
2018-09-30T14:00:00+02:00

Thematische Hinführung: „Heilung der Wunden der Geschichte

(Mag. Florian Vorisek, TJCII – Towards Jerusalem Council II Österreich)

Wie die menschliche Erfahrung zeigt, wirken tiefe Wunden der Vergangenheit oft bis in die Gegenwart hinein. Die Folgen nicht bekannter und unvergebener Schuld bleiben bis in die Gegenwart bestehen, indem sie auch die Beziehungen derer, die nicht die Verantwortung für die Taten früherer Generationen tragen, belasten.

Erinnerung und Identität hängen dabei eng miteinander zusammen. Papst Johannes Paul II. rief im Jahr 2000 die ganze Kirche auf einen prophetischen Weg der Versöhnung durch eine Reinigung des Gedächtnisses, in dem Bewusstsein, dass der einzelne Mensch aber auch ganze Kulturen und Völker oft ihre schuldbeladene Vergangeneheit verdrängen und vergessen. Die tiefsten Wunden im Herzen der Kirche entstanden durch die Kirchenspaltungen, beginnend mit der ersten Trennung zwischen Heidenchristen und jesusgläubigen Juden, die zu einer jahrhundertelangen verachtenden Haltung von Christen dem jüdischen Volk gegenüber geführt hat. Diese Sünden treffen das Herz der Kirche, ihr tiefstes Wesen, ihre Identität und Sendung am meisten, da sie doch als Leib Christi gesandt ist, um Instrument und Werkzeug der Versöhnung und Einheit zwischen „Heiden und Juden“, zwischen den Völkern und Israel mit Gott zu sein.

Am Vormittag wollen wir durch einen Vortrag und eine gemeinsame Gebetszeit erfahren, wie wir als Christen im glaubenden Blick auf die Barmherzigkeit Gottes und die erlösende Liebe Jesu am Kreuz, stellvertretend „in den Riss“ treten können, und so zur Heilung der Erinnerung und der Versöhnung zwischen Christen und Juden im Dienst der Einheit mitwirken können – auch im Bewusstsein der schuldbeladenen Geschichte Österreichs.

Am Nachmittag und Abend wollen wir im Blick auf das „jüdische Herz der Kirche“ das biblisch-jüdische Laubhüttenfest (Sukkot) feiern, bei dem Gott Seine Braut nach ihrer Untreue in seinem großen Erbarmen wieder annimmt, und dabei die Freude und Liebe Gottes zu seinem Volk, seiner Braut, Israel und der Kirche, verkosten.

Programm

Freitagabend, 28.9.

18:00 kleine Shabbat-Feier mit der Gemeinschaft der Seligpreisungen
20:00 Vortrag/Zeugnis: Krieg und Frieden – Die jüdische Zeitzeugin Dr. Lucia Heilmann erzählt ihre Geschichte
(Dieser Abend wird vom Wallfahrtsmuseum veranstaltet – deshalb Eintrittskarten im VVK um € 9,-; Nähere Infos hier

Samstag, 29.9.

09:00 Vortrag:
„Heilung der Wunden der Geschichte“, mit Florian Vorisek (TJCII – Towards Jerusalem Council II Österreich)
anschließend: Gebetszeit im Blick stellvertretende Buße und Versöhnung (mit der Möglichkeit, das Sakrament der Versöhung zu empfangen)
12:00 Hl. Messe
anschl. Mittagessen im Kloster mit der Gemeinschaft der Seligpreisungen
am Nachmittag: gemeinsamer Spaziergang und Vorbereitung auf das Laubhüttenfest

Samstagabend: Feier des Laubhüttenfestes mit Abendessen und Tanz

 

Sonntag, 30.9.

9:00 Frühstück
10:45 Hl. Messe (oder Erntedank-Messe um 08:00 mit der Pfarre Maria Langegg)
Mittagessen
14:00 ENDE

Anmeldung bis Montag, 24. September unter:

info@seligpreisungen.at oder Tel: 02653 393

Kosten:

Spende für Übernachtung und Mahlzeiten erbeten, Richtwert € 70,-
Bitte Bettwäsche oder Schlafsack mitnehmen

Teilnahme:

Das ganze Wochenende bildet eine thematische und geistige Einheit. Wem es aber nicht möglich ist, die ganze Zeit teilzunehmen, kann auch an einzelnen Punkten teilnehmen. Bitte dies bei der Anmeldung unbedingt bekannt zu geben.

Anreise:

mit öffentlichen Verkehrsmitteln:
– von St. Pölten mit dem Bus nach Gansbach (kann von dort mit Auto abgeholt werden)
– von Krems mit dem Bus nach Maria Langegg (nur am Freitag)

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